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21.10.2008

Pressemitteilung der HWNG vom 16.09.08 in Düsseldorf

Raum für den Fluss zu schaffen darf kein Lippenbekenntnis sein

So appellierte der Düsseldorfer Regierungspräsident Jürgen Büssow an die Teilnehmer des Seminars „Auswirkungen der Vorland-, Flussufer- und Flussgestaltung auf die Hochwasser-situation“, das am 16. September 2008 in Düsseldorf stattfand. „Hochwasserschutz muss Vorrang vor anderen Belangen haben“ betonte Büssow und hob damit die Übereinstimmung mit den Zielen der HWNG Rhein hervor. Man müsse die Gesamtheit der Flussgebiete be-trachten und den Hochwasserschutz aktiv angehen forderte Otto Schaaf, vom Hochwasser-KompetenzCentrum Köln (HKC). „Die hochwasserangepasste Vorland- und Flussufergestal-tung kann einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Hochwassersituation leisten,“ be-tonte der Vorsitzende der HWNG Rhein, Achim Hütten, in seiner Begrüßungsrede, denn im Hinblick auf den Klimawandel müssten allen Möglichkeiten genutzt werden.


 Rund 100 Teilnehmer, Fachleute aus Kommunen, Bürgerinitiativen und Deichverbänden, aber auch Verwaltungen und Behörden, trafen sich zu diesem, in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Düsseldorf, der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) und dem HochwasserKompetenzCentrum Köln (HKC) von der Hochwassernotge-meinschaft Rhein e. V. angebotenen Seminar, um zu diskutieren, wie sich die Gestaltung des Flussufers auf das Hochwasser auswirkt und welche Konflikte bzw. Lösungsansätze es gibt. Vertreter des Bayerischen Umweltministerium, der Bezirksregierung Düsseldorf, der Wasser- und Schifffahrtsämter am Niederrhein, der Deichverbände, des Naturschutzes so-wie zweier wissenschaftlicher Fakultäten stellten aus ihrer Sicht die Auswirkungen der Be-wirtschaftung der Vorländer auf die Hochwassersituation dar.  Es wurde dargelegt, wie eine nachhaltige Vorlandbewirtschaftung aussehen kann, welche Maßnahmen im Flussbett und Uferbereich durchgeführt werden, wie sich die Nutzung bzw. Ablagerungen auf den Hoch-wasserverlauf auswirken, welche Auswirkungen die Vorlandnutzung auf Deiche hat und wel-che Vorlandnutzung positiv für Naturschutz und Hochwassersituation ist.

Die Veranstalter zogen ein positives Fazit: Nutzungskonflikte bei der Vorlandbewirtschaftung sind durchaus lösbar, wie zahlreiche Beispiele gezeigt haben. Ziele des Naturschutzes und des Hochwasserschutzes lassen sich in vielen Fällen sogar auf einen Nenner bringen.

 

Weitere Informationen: Dr. Ute Eifler, Tel. 06131/ 2398-0, E-Mail: ueifler(at)gstbrp.de und auf der Homepage der HWNG Rhein e. V. www.hochwassernotegmeinschaft-rhein.de


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